Archiv für den Monat November 2021

Podcast: Dienstag

Brennpunkt Pflege: Anderthalb Jahre Pandemie und nichts gelernt? Dossier Politik

In vielen Krankenhäusern der Republik herrscht blanke Not, Mediziner müssen entscheiden, wem sie das Intensivbett geben. Pflegekräfte arbeiten am Limit und darüber hinaus. Rettungskräfte suchen für Patientinnen und Patienten oft stundenlang nach einer Klinik, die noch Kapazitäten frei hat. Hat die Politik aus eineinhalb Jahren Pandemie nichts gelernt?

Podcast: Montag

KÖRPER UND GESELLSCHAFT – Als wir zur Maschine wurden Alles Geschichte – History von radioWissen

Stark und leistungsfähig, schön und gesund – das ist das Idealbild des menschlichen Körpers. Das war nicht immer so. Erst mit der Aufklärung wurde das Individuum und auch sein Körper zum Thema. Leistungs- und Arbeitsfähigkeit bestimmten immer mehr das Maß gesellschaftlicher Anerkennung. Industrialisierung und ihr mechanistisches Naturverständnis verstärkten den Trend. (BR 2019)

Podcast: Freitag

Das Ende einer Wirtschafts-Romanze – Notizen aus Peking und Berlin Notizen aus aller Welt

China ist der wichtigste Handelspartner Deutschlands. Ein Großteil des deutschen Wohlstands hängt direkt oder indirekt an den guten Geschäften, die deutsche Unternehmen in der Volksrepublik machen.

Podcast: Donnerstag

Lagebild Antisemitismus 2021: Gespräch mit Anetta Kahane, Amadeu Antonio Stiftung Das interkulturelle Magazin

Lagebild Antisemitismus 2021: Gespräch mit Anetta Kahane, Amadeu Antonio Stiftung / Angst vor Abschiebung – Geflüchtete aus Sierra Leone protestieren in München / "Meine Stadt – Meine Geschichte": Interkulturelle Stadtführungen in Augsburg / Grenzenlose Vielfalt – Die Kulturtipps der Woche

Podcast: Mittwoch

Krise an den Außengrenzen – Wohin steuert die EU-Flüchtlingspolitik? Dossier Politik

An der polnischen Grenze zu Belarus spitzt sich die Lage dramatisch zu. Der belarussische Diktator Lukaschenko ermuntert Flüchtlinge, die Grenze zu stürmen. Polen drängt sie zurück. Wie kann die EU nach jahrelangem Streit über die Asylpolitik menschenrechtskonforme Lösungen finden?

Familientradition – Landshuts Krippen am Christkindlmarkt

Eine Familientradition von drei Generationen

Das Schnitzen, speziell von Krippen, hat in Peter Huppmanns Familie Tradition. Jährlich stellt Peter Huppmann seine Weihnachtskrippe am Landshuter Christkindlmarkt zur Schau. Eine große Hilfe ist ihm seine Frau Charlotte Huppmann, die ihm hilft, die Schnitzfiguren einzukleiden.

Zur Tradition

Peter Huppmann wuchs mit Krippen auf, bereits sein Großvater ging der Schnitzerei nach. Auch sein Vater Eduard Huppmann fertigte Holzfiguren an. Da sich dieser nicht mehr mit der „gewöhnlichen“ Anfertigung der Figuren zufriedengab, stellte er ab sofort die Körpergelenke nicht mehr aus Draht, sondern in Holzgelenken (Kugelgelenken) her. Die Gelenke sind nun mit hölzernen Kugeln verbunden, dies ermöglicht den Figuren Flexibilität in ihrer Verwendung, da sie nun nahezu jede Position vom Stehen bis zum Sitzen einnehmen können. Außerdem kann eine Figur durch Wechseln seiner Kleider von einem Hirten zu beispielsweise einem der zwölf Jünger Jesu verwandelt werden. Trotzdem besteht die Schnitzfigur vollständig aus Holz, auch die Kugelgelenke. Eduard Huppmann stellte jährlich seine Weihnachtskrippe aus Figuren und Tieren in München für die Theatinerkirche St. Joseph, St. Lorenz und St. Helena zur Schau. Er schaffte es sogar Menschen aus Italien, England und den USA mit seinen Werken zu beeindrucken.

So stieg auch Peter Huppmann in die Fußstapfen seines Vaters und übernahm vor ca. 30 Jahren die Werkzeuge seines Vaters und schnitzt seitdem leidenschaftlich an Krippenfiguren und Tieren. Zurzeit ist Peter Huppmann der einzige Krippenhersteller, der für seine Anfertigung von Krippenfiguren noch Kugelgelenke verwendet und nach altbayerischer Krippentradition arbeitet. Außerdem stellt er jährlich dem Christkindlmarkt in Landshut seine Weihnachtskrippe zur Verfügung und verbringt dabei mehrere Stunden, um seine Krippe aufzubauen. Zudem werden seine Krippen an verschiedenen Orten ausgestellt.

Für das Ankleiden der Holzfiguren ist Peter Huppmanns Frau zuständig. Charlotte Huppmann fertigt die Kleider mit Hand und nach Maß. So wird jede Figur von ihr allein angekleidet.

Peter Huppmann vor einer seiner Krippen

Podcast: Dienstag

Klagelieder entlang der Front – Alltag der Teilung im Donbas BR24 Reportage

Der seit 2014 anhaltende Krieg in der Ostukraine hat einst blühende Städte in elende Grenzorte verwandelt. Er hat zu einer scheinbar unüberwindlichen Kluft der Ukrainer im Donbas geführt. Christine Hamel über eine tief gespaltene Gesellschaft entlang der Frontlinie zu den selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk.

Podcast: Montag

NEUANFÄNGE – Aussteiger um 1900 Alles Geschichte – History von radioWissen

Lange Haare, wilde Bärte, Kittel und weite Hosen: Die Aussteiger, die um 1900 auf der Suche nach einem alternativen Leben auf dem Monte Verità im Tessin zusammenfanden, waren leicht zu erkennen. "Man glaubte unter Urwaldmenschen zu sein", schrieb der Bildhauer Max Kruse. Neuanfang – das hieß ein einfaches Leben im Einklang mit der Natur.

Der Absturz der Linken

Mit 4,9% verpasste die Linke bei der vergangenen Bundestagswahl die 5%-Hürde und konnte nur aufgrund der Grundmandatsklausel in den deutschen Bundestag einziehen. In der Bundestagswahl 2017 erzielte die Linke noch ein Ergebnis von beinahe 10%. Woher kommt dieser Abstieg?

Ein wesentlicher Grund für das vergleichsweise schlechte Abschneiden der Linken ist die wenig vorhandene Präsenz im Wahlkampf. Ohne realistische Chancen den Kanzler zu stellen flog die Linke im Vergleich zu den anderen Parteien unter dem Radar der Öffentlichkeit. Lediglich in Talkshows kamen die Spitzenkandidatinnen der Linken, vermehrt Jasmin Wissler, zu Wort.

Ein weiterer Grund ist, dass viele Stammwähler der Linken ihre Stimme aus taktischen Gründen an die SPD und die Grünen vergeben haben, in der Hoffnung, eine Regierungsbeteiligung der Union zu verhindern. Das würde zumindest einen Teil der 900.000 Linken-Wähler erklären, die von den Linken zur SPD abwanderten.

Der vielleicht wohl schwerwiegendste Grund für die verlorenen Prozentpunkte ist der Image- und Strukturwandel, der sich in den letzten vier Jahren in der Linkspartei vollzogen hat. Im Jahr 2021 veröffentlichte die ehemalige Parteispitze der Linkspartei Sahra Wagenknecht das Buch „Die Selbstgerechten“, in dem sie die in der Umgangssprache als „Linksliberalismus“ bezeichnete politische Richtung kritisiert und anprangert. Links zu sein stehe mittlerweile nicht mehr für soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte und Gleichheit sondern eher für einen Lifestyle, bei dem Links-Sein zum guten Ton dazugehöre und anderen Meinung mit übergesunder Skepsis betrachtet werden. Die Linken sind in den vergangenen Jahren leider eine Plattform für eine kleine Minderheit innerhalb der politischen Linken geworden, die ihre Meinung als moralisch vollkommen und unfehlbar ansieht.

Seit 2019 ist Wagenknecht, die sogar in konservativen Kreisen weitgehend geschätzt wurde und für eine gemäßigte linke Meinung stand, nicht mehr Parteispitze der Linken. Wagenknecht fiel internen Machtkämpfen zum Opfer. Diese Machtkämpfe destabilisierten die Partei für einen längeren Zeitraum.

Nach Wagenknechts Rücktritt von der Parteispitze wurden Katja Kipping und Bernd Riexinger zur neuen Parteidoppelspitze gewählt. Doch wieder gab es Unruhen in der Partei. Es kam vermehrt zu Auseinandersetzungen zwischen der Doppelspitze und den übrigen Parteimitgliedern, insbesondere den Fraktionsvorsitzenden – Querelen, die die Partei gerade im Wahljahr nicht brauchen konnte.

Seit Februar 2021 sind Janine Wissler und Susanne Hennig-Wellsow die Doppelspitze der Linken. Ein Problem, das medial voll ausgenutzt wurde, war Wisslers Mitgliedschaft in der vom Verfassungsschutz beobachteten Netzwerk „Marx21“, aus dem sie sich im September 2020 zurückzog. Das macht Wissler natürlich nicht zu einer Extremistin oder gar einer schlechten Politikerin, doch in vielen Medien war sie nun die „Trotzkistin“. Es war ein weiterer Rückschlag im Wahlkampf der Linken, den Wissler im Wahlkampf nicht ausbügeln konnte. Ganz im Gegenteil, sie fiel in Talkshows durch die Idee auf, die NATO müsse reformiert werden und gegebenenfalls durch ein neues Verteidigungsbündnis ersetzt werden. Eine These, die in der Öffentlichkeit schnell als „antiwestlich“ und als Angriff auf die westlichen Werte gewertet wurde. Wissler war eindeutig eine unglückliche Figur im Wahlkampf und fügte der Partei am Ende wahrscheinlich ungewollt mehr Schaden zu, als sie Nutzen brachte.

Eine Kombination aus Machtkämpfen, Imageverlust und unglücklichen Fehltritten brachten die Linkspartei schließlich an den Rand einer politischen Katastrophe. Die Zukunft der Partei hängt auch davon ab, wie gut sie auf die Kritik eingehen kann.

Podcast: Freitag

Klimagipfel Glasgow, Corona-Impfpflicht, Atommüll-Endlager IQ – Magazin

Klimagipfel Glasgow – Flickwerk statt großer Wurf? / Corona-Impfung – Möglichkeiten und Grenzen der Impfpflicht / Endlager für Atommüll – Standortsuche mit vielen Unbekannten.