Alle Beiträge von Maxima Miesslinger

Familientradition – Landshuts Krippen am Christkindlmarkt

Eine Familientradition von drei Generationen

Das Schnitzen, speziell von Krippen, hat in Peter Huppmanns Familie Tradition. Jährlich stellt Peter Huppmann seine Weihnachtskrippe am Landshuter Christkindlmarkt zur Schau. Eine große Hilfe ist ihm seine Frau Charlotte Huppmann, die ihm hilft, die Schnitzfiguren einzukleiden.

Zur Tradition

Peter Huppmann wuchs mit Krippen auf, bereits sein Großvater ging der Schnitzerei nach. Auch sein Vater Eduard Huppmann fertigte Holzfiguren an. Da sich dieser nicht mehr mit der „gewöhnlichen“ Anfertigung der Figuren zufriedengab, stellte er ab sofort die Körpergelenke nicht mehr aus Draht, sondern in Holzgelenken (Kugelgelenken) her. Die Gelenke sind nun mit hölzernen Kugeln verbunden, dies ermöglicht den Figuren Flexibilität in ihrer Verwendung, da sie nun nahezu jede Position vom Stehen bis zum Sitzen einnehmen können. Außerdem kann eine Figur durch Wechseln seiner Kleider von einem Hirten zu beispielsweise einem der zwölf Jünger Jesu verwandelt werden. Trotzdem besteht die Schnitzfigur vollständig aus Holz, auch die Kugelgelenke. Eduard Huppmann stellte jährlich seine Weihnachtskrippe aus Figuren und Tieren in München für die Theatinerkirche St. Joseph, St. Lorenz und St. Helena zur Schau. Er schaffte es sogar Menschen aus Italien, England und den USA mit seinen Werken zu beeindrucken.

So stieg auch Peter Huppmann in die Fußstapfen seines Vaters und übernahm vor ca. 30 Jahren die Werkzeuge seines Vaters und schnitzt seitdem leidenschaftlich an Krippenfiguren und Tieren. Zurzeit ist Peter Huppmann der einzige Krippenhersteller, der für seine Anfertigung von Krippenfiguren noch Kugelgelenke verwendet und nach altbayerischer Krippentradition arbeitet. Außerdem stellt er jährlich dem Christkindlmarkt in Landshut seine Weihnachtskrippe zur Verfügung und verbringt dabei mehrere Stunden, um seine Krippe aufzubauen. Zudem werden seine Krippen an verschiedenen Orten ausgestellt.

Für das Ankleiden der Holzfiguren ist Peter Huppmanns Frau zuständig. Charlotte Huppmann fertigt die Kleider mit Hand und nach Maß. So wird jede Figur von ihr allein angekleidet.

Peter Huppmann vor einer seiner Krippen

Aquakultur: Vor- und Nachteile

Heutzutage wird viel mehr Fisch verzehrt, als eigentlich in den Meeren und Seen vorhanden ist. Aquakulturen in den Meeren und Seen sind der Grund, warum der hohe Fischkonsum überhaupt möglich ist. Aquakulturen scheinen die Lösung zu sein, um die hohe Nachfrage nach Fisch abzudecken, dennoch ergeben sich neben gewissen Vorteilen auch negative Folgen, vor allem für uns als Menschen, für die Umwelt und aber auch für die im Wasser lebenden Organismen. Fest steht, dass schon mehr als die Hälfte aller Fischprodukte, die weltweit verzehrt werden, aus Aquakulturen stammen.

Doch was versteht man eigentlich unter Aquakulturen? Unter Aquakulturen oder auch Aquafarming versteht man die systematische Zucht und den Fang von Fischen, Meeresfrüchten, Krebsen und Algen in Süß- oder Meerwasser. Dennoch gibt es einen großen Unterschied verglichen mit dem herkömmlichen, klassischen Fischfang. Denn beim klassischen Fischfang werden die Fische aus öffentlichen Gewässern gefangen bzw. gefischt, wohingegen sich bei Aquafarming die einzelnen Fischarten in getrennten Netzgehegen befinden und dort systematische gezüchtet, gefüttert und abschließend „gefangen“ werden. Dieser Vorgang findet im Meer, in Buchten oder in Wassertanks statt. Die gezüchteten Fische sind demnach einem Besitzer zugeordnet und können sich nur in ihrem Netzgehege aufhalten, anders als bei Fischen, die auf herkömmliche Weise gefischt werden.

Auf den ersten Blick scheint Aquafarming die Lösung für Überfischung zu sein, denn Aquafarming soll der Überfischung entgegenwirken, denn der Fisch wird nicht mehr dem natürlichen Kreislauf (aus Meeren, Seen etc.), sondern dem geschlossenen Kreislaufsystem (Fische aus den Netzgehegen) entnommen. Doch genau das Gegenteil trifft ein, denn die gezüchteten Fische bekommen mitunter täglich Fisch als Nahrung. Als Beispiel: Für ein Kilo Lachs müssten mehrere Kilo wildgefangener Fische verfüttert werden. Die Folge ist, dass dadurch die Überfischung nur noch mehr vorangetrieben wird.

Ein weiteres großes Problem ist das Abwasser. Wie bei allen Massentierhaltungen fallen auch bei Aquakulturen Kot und Urin in großen Mengen an. Zusammen mit den Medikamentenrückständen, die bei der Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten zum Einsatz kommen und wieder ausgeschieden werden (vgl. Parasiten), sammeln sich diese im Abwasser. Am Ende gelangen diese Rückstände in das Meer oder den See. Außerdem können die gezüchteten Fische dem Netzgehege auch entkommen oder ausbrechen; so werden sie auf längere Zeit gesehen die Wildfische vertreiben. Zudem benötigen Aquakulturfarmen enorm viel Platz, weshalb sie auch den Wildfischen deren Lebensraum streitig machen.

Dennoch bietet Aquafarming einige Vorteile, denn dadurch, dass die Fische Medikamente verabreicht bekommen, kann man gewährleisten, dass diese frei von Parasiten sind, was für uns Menschen sehr vorteilhaft ist. Dies ist letztlich bei Wildfischen nicht vollends zu garantieren, da sie nicht mit Medikamenten behandelt werden. Auch die Qualität und der Geschmack sollen bei Fischen, die aus Aquakulturen stammen, laut Stiftung Warentest besser sein. Außerdem ist Aquafarming auch umweltfreundlicher, da der Fisch, der in Europa verkauft wird, meist aus Norwegen stammt. Somit ist der Transportweg (zumindest innerhalb Europas) kürzer als der der Fische, die vom Nordpazifik kommen oder zuerst nach Asien zum Filetieren gebracht werden.

Abschließend lässt sich sagen: Aquakulturen machen es möglich, die hohe Nachfrage nach Fisch abzudecken. Trotzdem sollte man vor allem beim Fischkauf auf das Naturland-Siegel oder das Bioland-Siegel achten, falls man nicht gänzlich auf Fisch verzichten möchte. Denn diese Siegel fordern hohe Standards und gewährleisten, dass der gekaufte Fisch aus Tierwohl-Aquakulturen stammt und keinen „überfischten Fisch“ darstellt.

Quellen:

https://www.deutschlandfunk.de/aquakultur-fisch-fuer-acht-milliarden.740.de.html?dram:article_id=494983

https://www.transgen.de/tiere/2826.fisch-aquakultur-zucht-genomeediting.html

https://www.test.de/Zuchtlachs-und-Wildlachs-im-Test-4469517-0/

Reiseleiterin Roswitha Schlesinger

Ende der Impfpriorisierung

Jens Spahn macht Hoffnungen

Berlin. In einem Beschlussentwurf des Bundes mit den Gesundheitsministern der Länder soll die Impfpriorisierung bundesweit in Deutschland aufgehoben werden. Jens Spahn, der Bundesgesundheitsminister, verkündet, dass am 07. Juni die Impfpriorisierung wegfällt. So könne man allen impfwilligen Bürgerinnen ein Impfangebot ermöglichen.

Aufgrund der Impfpriorisierung hatten viele Menschen, vor allem Jugendliche, nicht die Chance, sich impfen zu lassen. Doch der Vorschlag des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn macht Hoffnung! Denn die Impfpriorisierung wird am 07. Juni in allen Arztpraxen und Impfzentren aufgehoben.

Doch was bedeutet das für uns als Bürger?

Ab dem 07. Juni gibt es keine Reihenfolge mehr, die festlegt, wer wann geimpft wird, wie man es bisher gewohnt war. Schon bereits geplante Impfungen im Rahmen der Impfpriorisierung bleiben natürlich weiterhin bestehen. Ab diesem Zeitpunkt hat jeder Impfwillige die Möglichkeit, sich impfen zu lassen, insofern er mindestens 16 Jahre alt ist. Man versucht hier Gerechtigkeit zu schaffen und allen Bürgerinnen ab 16 Jahren ein Impfangebot zu ermöglichen.

Dennoch warnt Jens Spahn vor zur großen Hoffnung, denn nicht jeder wird bereits im Juni seine Erstimpfung erhalten können, da die Anzahl der möglichen Impfungen von der Liefermenge abhängig sei.

Stand 18.05.2021, 18:15 Uhr

Quellen:

https://www.rheinpfalz.de/lokal/pfalz-ticker_artikel,-spahn-schl%C3%A4gt-ende-der-impf-priorisierung-ab-7-juni-vor-_arid,5204655.html

https://www.tagesschau.de/inland/spahn-impfpriorisierung-ende-101.html

NACHHOLPROGRAMM FÜR SCHÜLER GEPLANT

Reichen 1,5 Milliarden Euro Unterstützung?                                                                         

Aufgrund der Corona-Pandemie und des Lockdowns schlägt die Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) ein bundesweites Nachholprogramm für Schüler vor, die aufgrund der langen Schulschließung mit erheblichen schulischen Defiziten zu kämpfen haben. Hierfür sollen 1,5 Milliarden Euro bereitgestellt werden, jedoch rechnet der Lehrerverband mit einer deutlich höheren Summe.

Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) benötigen rund 1,5 Millionen Schüler dieses Angebot aufgrund der erheblichen schulischen Defizite, geschuldet der Corona Pandemie. Somit bräuchte jeder Schüler rund 100 Stunden Förderbedarf, weshalb der Lehrerverband mit einer Summe von zwei Milliarden Euro rechnet. Mit einer bundesweiten Unterstützung möchte Anja Karliczek die Lernrückstände ausgleichen. Sie geht davon aus, dass spätestens bis zum nächsten Schuljahr Förderangebote dieser Art zur Verfügung stehen. Hierbei handelt es sich vor allem um die Fächer Mathematik, Deutsch und sogar die erste Fremdsprache. Es soll sich also hauptsächlich auf die Kernfächer beziehen. Ziel ist es, den „versäumten Schulstoff“ der in kurzer Zeit wieder aufzuarbeiten.

Wer darf dieses Angebot nutzen?

Dieses sogenannte Nachholprogramm soll laut Karliczek zum neuen Schuljahr angeboten werden und sich vor allem auf die Kernfächer beziehen. Ob jeder Schüler dieses Angebot auskosten darf, ist noch unklar. Trotzdem steht fest, dass Schüler, welche dem Wechsel (Übertritt in eine weiterführende Schule oder den Wechsel zur Ausbildung) bevorstehen, die Zielgruppe seien.    

Starke Kritik am Nachholprogramm

Kritisiert wird, dass das Nachholprogramm erst Anfang Herbst starten soll, also zum neuen Schuljahr. Viele sind nämlich der Meinung, dass die Lernrückstände sofort aufgeholt werden müssen und verstehen den späten Anfang des Programms nicht. Sie sind der Meinung, dass die Politik jetzt handeln müsse, um den Bildungsstand der Schüler zu halten und um noch größere Lernrückstände zu vermeiden.

Quellen:

https://www.tagesschau.de/inland/corona-nachhilfe-101.html

https://www.iwkoeln.de/

https://www.sovd.de/aktuelles/meldung/nachholprogramm-fuer-schuelerinnen-muss-umgehend-starten