Archiv für den Monat Februar 2022

Podcast: Freitag

#07 Gerhard Schröder – Der Genosse der Bosse Kanzlercast

Mit seiner rumpeligen Art schafft es Gerhard Schröder bis ins Kanzleramt. Seine rot-grüne Koalition beschließt eine Reform nach der anderen. Aber geht der "Genosse der Bosse” mit seiner Agenda-Politik zu weit?

Podcast: Donnerstag

EU will im Senegal investieren China ist schon präsent Politik und Hintergrund

Beim Gipfel zwischen EU und Afrikanischer Union in Brüssel ging es um einen Ausbau der Partnerschaft, wofür die EU 150 Milliarden Euro investieren will. Aber am Beispiel Senegals zeigt sich, dass China längst vor Ort ist und sich wenig um Menschenrechte oder Umweltstandards kümmert. Außerdem hat Susanne Tappe recherchiert, dass die afrikanischen Länder oft in eine Schuldenfalle gelockt werden.

Podcast: Mittwoch

Krieg und Krisen: Erleben wir den Beginn einer neuen Weltordnung? Dossier Politik

Russische Truppen stehen vor der ukrainischen Grenze und ganz Europa hat Angst vor einem Krieg. Zeitgleich hat die Corona-Pandemie die Welt fest im Griff – so sehr, dass die Omikron-Welle die Weltwirtschaft in eine Rezession stürzen könnte. Kriegsgefahr auf der einen, Krisenstimmung auf der anderen Seite: Wie gehen Europa und andere Akteure mit diesen Brandherden um, befinden wir uns mitten in einer weltweiten Machtverschiebung, wie wir sie seit Jahrzehnten nicht erlebt haben? Zu Gast im Gespräch: Christoph Heusgen, designierter Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz.

Podcast: Dienstag

EU-Weltraumgipfel – Brüssel will Internet aus dem All und Weltraumschrott bekämpfen Das Computermagazin

Horizon Fobidden West – Ein Computerspiel zum Abtauchen? / Kunst als – NFT – Wie Klimts Kuss in 10000 digitalen Einzelteilen verkauft wurde / Bitcoin – Echte Alternative zum Finanzsystem oder verschrobene Weltanschauung / : Essensmarken-App – Mikan vernetzt Verbraucher und Restaurants ins Franken

Podcast: Montag

Gas und Öl ade – Bayern muss anders heizen BR24 Reportage

Bayern soll bis 2040 klimaneutral werden. Am schwierigsten wird es dabei sein, die Öl- oder Gas-Gebäudeheizungen auf CO2-freie Varianten umzustellen. Lorenz Storch hat sich die Transformation in nord-und ostbayerischen Privathäusern ebenso angeschaut wie die energetische Sanierung staatlicher Liegenschaften. Noch läuft der Abschied von fossilen Brennstoffen langsam.

Podcast: Freitag

#06 Helmut Kohl – Kanzler der Netzwerke Kanzlercast

Eigentlich ist Helmut Kohl als Kanzler längst erledigt. Doch dann fällt 1989 die Mauer und er ergreift die Chance, zum "Kanzler der Einheit" zu werden. Aber hat er mit seinem Versprechen von "blühenden Landschaften" für Enttäuschungen gesorgt, die uns bis heute verfolgen?

Podcast: Donnerstag

Sozialarbeiter – gefragter, gefährdeter, integrativer denn je   radioReportage

Sie führen ein Leben an vorderster Front, wenn es darum geht, Menschen aufzufangen. Alleine deswegen sind die Mitarbeiter der Jugendheime und Jugendzentren seit Beginn der Pandemie diejenigen, die nahezu alle an der Krankheit erkrankten, denn sie gehen weiterhin mit ihren Klienten auf Tuchfühlung. Eine Alternative gibt es kaum. An Zusperren und ab ins Homeoffice ist jedenfalls nicht zu denken. Sie wollen die jungen Menschen nicht sich selbst überlassen. Wie geht es den jungen Menschen? Wie den Sozialarbeitern seit der Pandemie? Wie bewältigen sie ihre Arbeit?

Podcast: Mittwoch

Wie wird über Olympia 2022 berichtet? Das MedienMagazin

Seit etwa einer Woche laufen sie und wir sprechen über das was die Medien aus Peking transportieren. Überdeckt dieser Jubel über Goldmedaillen kritische Themen wie Menschenrechte oder Umweltzerstörung? Außerdem: Der Superbowl zeigt die riesige Medienmacht der National Football League in den USA. Das belarussische Staatsfernsehen steht treu an der Seite von Machthaber Alexander Lukascheko. Finanziert wird das auch durch Werbespots von deutschen Konzernen. Und: Ein Medienmogul greift in Frankreich in den Präsidentschaftswahlkampf ein und unterstützt das extrem rechte Lager.

Interview: Berlin der 80iger – (subkulturelle) Erinnerungen

Marie und ich lernten uns 2019 auf einer Demo in Friedrichshain kennen. Die Dame stolperte fluchend gegen meine Gruppe, irgendwie kamen wir mit der 60-Jährigen Gespräch. 2021 schrieben wir uns, ich fragte Marie nach ihrem Wohlergehen in der Pandemie. „Ick hab die Mauer überlebt, die Mauer und die Hausbesetzer und 35 Jahre Sozialdemokratie, da werd ick dit auch überleben“ antwortete sie prompt stoisch. Ich fragte nach und wurde wenig später auf den Maries Discordserver eingeladen, ein Anruf sei für sie entspannter, fügt sie hinzu. Später kommt auch Chris dazu, ein guter Freund und Mitbewohner von Marie. Die Erzählungen über ihre Jugendjahre erscheinen mir dabei sehr spannend, wobei die beiden vor allem über die ersten Jahre des Techno erzählen. Ihre Erlebnisse sollen hier ausschnittsweise geteilt werden.

Marie: „So wenig ich die Stadt heute auch mag, aus Frankfurt kam der Techno. Oder zumindest der Begriff. Ich meine, ein Musikladenbesitzer hatte elektronische Musik mal unter diesem Oberbegriff zusammengefasst. Dort fand dann auch sonntags der „Technoclub“ in der Disco „Nowhere“ statt. Man kannte den Laden, Menschen sind gern mal nur dafür nach Frankfurt gekommen. Wir waren damals dann auch mal da.“

Chris: „Das war damals aber eigentlich gar nicht so cool, die Musikrichtung zu hören. Wir waren eher so eine kleinere Subkultur.“

Wie sah die Lage denn in Berlin aus?

Marie: „Man muss differenzieren. In den 80ern war Westberlin einfach Gitarre. Da gab’s wenig Möglichkeiten zum Feiern, wenn du elektronische Musik hören wolltest. Und die fanden wir alle nicht gut. Frankfurt war da schon ein besserer Ort.“

Chris: „Aber irgendwann ist das schon auch nach Berlin rübergeschwappt. Aber die ersten Clubs, in denen elektronische Musik lief, waren gar keine Clubs, wenn man ehrlich ist. Das waren teilweise so heruntergekommene Etablissements…“

Marie: „Ich habe meine schöne Kleidung angezogen und die war dann einfach ganz dreckig und staubig, als ich zurückgekommen bin, so muss man das sehen.“

Chris: „Echt? Wo warst du denn feiern, wo ich nicht war?

Eine Zwischenfrage: Wie sah die Lage in Ostberlin denn aus?

Chris: „Wir hatten tatsächlich dahingehend recht wenig Kontakt vor der Wende. Nach der Wende…Menschen haben alles überströmt, was es damals an Shops und Clubs gab. Da haben wir dann schon auch viele neuen kennengelernt.“

Marie: „Ich erinnere mich nur noch, dass wir als Schulklasse mal in Ostberlin waren und wie die Krösusse unser gewechseltes Geld verpfeffert haben, da drüben konnte man damit viel mehr kaufen…“

Ich bemerke übrigens in euren Chats hier, dass ihr sowohl „Techno“ als auch „Tekkno“ und „Tekkkno“ schreibt. Hat das einen Grund?

Chris: „Das ist ein Meme, wie junge Menschen vielleicht sagen würden. Früher war das so ein kleiner Wettstreit mit den Ks in dem Namen. Umso mehr Ks, umso härter der Sound, so die Devise.“

Wo du schon junge Menschen erwähnst. Gibt es Unterschiede zwischen damals und heute, vor allem was das Feiern angeht?

Marie: „Welches Feiern?“

Chris: „Also was mir schon vor einigen Jahren aufgefallen ist, ist das Benutzen der Mobiltelefone. Aufnahmen von Konzerten zeigen junge Menschen meistens beim Filmen oder Ähnlichem. Das gab es bei uns nicht. Deshalb finde ich es gut, dass z. B. Clubs wie das KitKat hier in Berlin offiziell keine Handys dulden.“

Marie: „Aber das finde ich nicht nur schlecht. Ich als notorische Zuspätkommerin hatte immer das Problem, meine Gruppe nicht mehr gefunden zu haben. Die haben dann manchmal an einer Telefonzelle bei mir zu Hause angerufen und ich wiederum da dann auch, aber das eher in späteren Zeiten und meistens haben meine Leute das dann auch vergessen. Mit Handy fühle ich mich da schon wesentlich besser vernetzt und auch viel wohler.“

Vielen Dank für die Einblicke und das Gespräch, ihr beiden!

Podcast: Dienstag

Klimapolitik: Ist der Wald noch zu retten? Dossier Politik

Es wird eng für den Wald. Der Klimawandel mit Trockenheit und Stürmen bedroht vor allem die weit verbreiteten Monokulturen und stärkt zugleich Schädlinge. Der Waldumbau hat bereits begonnen, auch die neue Ampelregierung hat das Problem auf dem Schirm. Doch viele Fragen sind offen.