Alle Beiträge von Eva Kragleder

Ein Paukenschlag zu Weihnachten – Revolution im Vatikan

Am Montag, den 18.12.2023, wurde nach jahrelanger Diskussion ein von vielen als fast schon revolutionärer Schritt der katholischen Kirche begangen. Man könnte auch sagen, dass ein neuer Meilenstein gelegt wurde. Das römische Dikasterium für die Glaubenslehre hat eine Erklärung (fiducia supplicans = das flehende Vertrauen) veröffentlicht, in der es unehelichen homosexuellen Paaren in Zukunft erlaubt sein soll, im katholischen Glauben und auch in der Kirche gesegnet werden zu können. Der mehrseitige Text ist insgesamt in 45 Absätze unterteilt.

Damit diese Regelung grundsätzlich gelten kann, wird die Segnung für homosexuelle Paare klar von dem eigentlichen Sakrament der Ehe getrennt. Dieses „Ritual“, wie es oft genannt wird, darf nämlich nicht einer Eheschließung ähneln. Eine Eheschließung kann weiterhin nur zwischen Mann und Frau stattfinden. Dazu kommt, dass die Segnung für homosexuelle Paare nicht in Form eines Gottesdienstes stattfinden darf, da diese Segnung nicht dem Schöpfungsplan Gottes entspricht. Nach der katholischen Lehre der Ehe ist diese „ausschließliche, dauerhafte und unauflösliche Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau, die von Natur aus offen ist für die Zeugung von Kindern“ der Maßstab, um das Sakrament der Ehe eingehen zu können.

„Die Segnungen können als eines der am weitesten verbreiteten und sich ständig weiterentwickelnden Sakramentalien betrachtet werden“, heißt es mitunter in dem Schreiben. Sie schaffen es, dass der Mensch der Gegenwart Gottes in sämtlichen Situationen im Leben begegnen kann.

Mit den Worten: „Auf diese Weise wird jeder Bruder und jede Schwester spüren können, dass sie in der Kirche immer Pilger, immer Bettler, immer geliebt und trotz allem immer gesegnet sind“, endet das Schreiben aus dem Vatikan.

Wichtig hierbei ist auch die Rolle des Papstes, der die Erklärung selbst mitunterzeichnet hat, und somit auch als eine Äußerung seinerseits zu dieser Thematik gesehen werden kann. Ihm ist wichtig, dass niemand ausgeschlossen wird und die katholische Kirche eine Kirche für alle ist, und sich nach außen hin öffnet.

Obwohl es die letzten Jahre immer wieder Grundsatzdiskussionen um dieses brenzlige Thema gab, und der Vatikan noch im Februar 2021 mitteilte, dass Segnungen homosexueller Paare in der katholischen Kirche nicht möglich wären, hat sich nun einiges geändert. Die Kirchenvertreter und Bischöfe in Deutschland haben die Erlaubnis für die Segnungen auf jeden Fall begrüßt. Vereinzelt wurden solche Segnungen von Geistlichen in Deutschland bereits in der Vergangenheit ausgeführt und somit befürwortet.

Es bleibt abzuwarten, wie sich der Vatikan dieser Thematik gegenüber in Zukunft positionieren wird, und ob noch weitere Barrieren für Homosexuelle eingerissen werden können. Dennoch muss man heute schon anerkennen, dass der von der katholischen Kirche getätigte „Meilenstein“ für viele homosexuelle Paare jetzt schon ein großer Schritt ist in Richtung Öffnung und Veränderung. Die Aussage von Papst Franziskus aus seinem Pontifikat im Jahr 2013: „Wenn jemand homosexuell ist und guten Willens nach Gott sucht, wer bin ich darüber zu urteilen“, lässt einen auf jeden Fall positiv in die Zukunft schauen.

https://press.vatican.va/content/salastampa/it/bollettino/pubblico/2023/12/18/0901/01963.html#DE

https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/vatikan-segnung-priester-homosexuelle-paare-100.html

https://www.spiegel.de/panorama/katholische-kirche-papst-franziskus-erlaubt-segnung-unverheirateter-und-homosexueller-paare-a-43a26761-31c0-42ed-8bb2-2504aef7575e

https://www.tagesschau.de/ausland/katholische-kirche-segnung-homosexuelle-100.html

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/katholische-kirche-kurswechsel-im-vatikan/ar-AA1lGRE3

https://www.katholisch.de/artikel/49659-bischoefe-begruessen-vatikan-erklaerung-zur-segnung-homosexueller-paare

Sebastian Fitzek – oder wie ein Arztbesuch einen Star des deutschen Psychothrillers hervorbrachte

„Als die halbe Stunde verstrichen war, wusste er, dass er seine Tochter nie wiedersehen würde.“

So beginnt das Krimi-Debüt von Sebastian Fitzek „Die Therapie“, dass er im Jahr 2006 veröffentlichte. Es folgten weitere Werke wie beispielsweise „Der Augensammler“ (2010) oder „Der Insasse“ (2018). Auf der offiziellen Internetseite des Autors sind unter der Kategorie „Alle Werke“ bereits 39 Bücher aufgelistet, darunter auch sein neuer Psychothriller „Die Einladung“, der ab Ende Oktober 2023 gelesen werden kann, und von den Fans schon mit großer Spannung erwartet wird.

Sebastian Fitzek ist 1971 in Berlin geboren. Aktuell ist er der erfolgreichste deutsche Autor im Genre Psychothriller. Er wurde bereits mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Seine Leidenschaft für Thriller entwickelte sich bereits in seiner Kindheit, als er mit seinem Freund Ender FSK-18-Videos ansah, die dieser aus der Wohnung seines Vaters geschmuggelt hatte. Bis zu seinem 15. Lebensjahr träumte Fitzek davon, Tennisprofi zu werden. Ein weiterer Traumberuf des jungen Sebastian war es Rockstar zu werden, doch auch dieser Wunsch erfüllte sich nicht. Als er merkte, dass auch das Studium der Tiermedizin nicht seinen Vorstellungen entsprach, wechselte er zu Jura und absolvierte das erste Staatsexamen mit anschließendem Doktor im Urheberrecht. Anschließend machte er beim Radiosender 104.6 ein Volontariat und bekam drei Jahre später ein Angebot als Chefredakteur beim Berliner Rundfunk. Fitzeks erste Bücher waren Sachbücher, die er während seiner Zeit als Chefredakteur beim Radio schrieb. Die Idee seinen ersten Thriller zu schreiben fiel Fitzek im Jahr 2000 ein, als er im Wartezimmer eines Arztes auf seine damalige Freundin wartete. Dabei schossen ihm folgende Fragen durch den Kopf: „Was, wenn meine Freundin nie wieder aus dem Praxiszimmer herauskommt? Was, wenn mir alle sagen, sie wäre dort gar nicht erst hineingegangen?“ Mit genau dieser Szene beginnt sein erster Thriller „Die Therapie“. Das Buch handelt von dem Verschwinden eines kleinen Mädchens aus dem Behandlungszimmer ihres Arztes, wobei ihrem Vater gesagt wird, sie hätte dieses nie betreten.

In seinen Thrillern verarbeitet Fitzek Themen und Erlebnisse aus seinem Alltag, von denen er inspiriert wird. Kuriose Situationen, die bei Klassentreffen, Elternabenden oder im Kindergarten seiner Kinder passieren, werden unter anderem zu Szenen in seinen Werken. Fitzeks Bücher, die mittlerweile in vierundzwanzig Sprachen übersetzt werden, sind immer zu Bestsellern aufgestiegen.

Neben seinen Thrillern und den anfangs verfassten Sachbüchern gibt es auch noch Bücher aus einem weiteren Genre. Bei dem Roman „Elternabend“ beschreibt Fitzek dies bereits auf der Titelseite: „Kein Thriller (Auch wenn der Titel nach Horror klingt).“ Im Jahr 2017 brachte der Autor auch ein Kinderbuch namens „Pupsi und Stinki“ auf den Markt. Zu seinen weiteren Werken zählt auch der 2019 veröffentlichte Roman „Fische, die auf Bäume klettern. Ein Kompass für das große Abenteuer namens Leben.“

Der Thrillerautor wird oft gefragt, bei welchem seiner Werke man am besten einsteigen sollte. Er selbst beschreibt seine Bücher als unterschiedlich und vielfältig. Der Leser sollte also danach gehen, was den jeweiligen Vorlieben entspricht, da es sich bei Fitzeks literarischen Erzählungen in der Regel um Einzelgeschichten handelt. Anstatt nur den Klappentext zu lesen, rät er den Lesern vielmehr sich mit den ersten Kapiteln zu beschäftigen, um sich ein besseres Bild von der folgenden Geschichte machen zu können. Mit seinen spannend schaurigen Geschichten wird es Fitzek sicherlich mit seinem neuen Thriller erneut gelingen, seine Fans von seinen Fähigkeiten als „Meister des Grauens“ zu überzeugen und in seinen Bann zu ziehen.  

Quellen

https://www.kino.de/artikel/reihenfolge-der-sebastian-fitzek-buecher–83g4f4cw7x

https://www.stern.de/kultur/sebastian-fitzek-ist-autor-und-meister-des-grauens-33926082.html

Ehrenamtliche Tätigkeiten – eine Win-Win Situation?

ein Interview

 „Bayern lebt vom ehrenamtlichen Engagement. Es ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft,“ 1 propagierte die bayerische Sozialministerin Emilia Müller am 13. März 2018.

Das persönliche Engagement von Menschen in Bayern über 14 Jahren (ca. 5,2 Millionen Bürger/innen) wird durch die gelebte Solidarität als „Kitt der Gesellschaft“ bezeichnet. Besonders das Ehrenamt im Bereich Sport bietet generationsübergreifende Möglichkeiten zum gemeinsamen Dialog und ein breitgefächertes Betätigungsfeld. Drei Trainer, tätig im Sportbereich mit Kindern und Jugendlichen, beschreiben im Folgenden ihre Erfahrungen und langjährige Arbeit in ihrem Ehrenamt:

Wie bist du dazu gekommen, dich ehrenamtlich im Jugendbereich zu engagieren und wie würdest du deine Tätigkeit beschreiben?

Christoph: „Auf Anfrage der Vereinsführung als Papa eines Spielers bin ich dazu gekommen, das Training zu machen. Aktuell bin ich Co-Trainer im Fußball. Ich unterstütze mein Team im Training und bei der Spielvorbereitung und coache vor, während und nach dem Spiel. Zu meinen Aufgaben gehört außerdem die Organisation des Teams.“

Welche besonderen Fähigkeiten und Voraussetzungen benötigt man, um dieses Ehrenamt speziell mit Kindern und Jugendlichen auszuüben?

Markus: „Neben der „Liebe“ zum Sport und zur Bewegung ist sicherlich eine ordentliche Prise Empathie hilfreich, um mit den Kindern mehrmals in der Woche zu arbeiten. Grundsätzlich ist unser Anspruch im Verein, dass die Kinder lächelnd zum Training kommen und auch wieder lächelnd gehen, sprich – sie sollen aus eigenem Antrieb gerne zum Sport kommen und Freude an der Bewegung und am wahrscheinlich schönsten Mannschaftssport der Welt haben. Insofern müssen – soweit möglich – die Kinder da abgeholt werden, wo sie aktuell stehen und individuell gefördert werden. Empathie hilft zu erkennen, wo die Kinder sportlich aber auch mental stehen.“

Bist du der Ansicht, dass dein Engagement auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen einen Einfluss hat, wenn ja, welchen?

Markus: „Zu erkennen, dass man als Trainer/ Übungsleiter einer Gruppe eine absolute Vorbildfunktion einnimmt, dauert eine Weile. Durch die ständige Rückkopplung am Platz bei den Kindern, aber auch aus Gesprächen mit den Eltern, ergibt sich dies aber dann Stück für Stück. Als Trainer ist man ein „Anker“ außerhalb der Schule und weg von zu Hause, der den Kindern Halt geben kann, aber auch Fähigkeiten vermitteln kann, die im Mannschaftssport unabdingbar sind, z. B. Zusammenhalt, sich Einfinden in einer bestimmten Rolle, Akzeptanz und Respekt, wenn’s mal nicht so läuft, aus gemeinsamen „Niederlagen“ zu lernen und wieder anzupacken, was für das spätere Leben und auch im Beruf extrem hilfreich ist.“

Wie hat sich der Bereich des Ehrenamtes im Kinder- und Jugendbereich seit deinem Einstieg verändert, und wie lange übst du dieses schon aus?

Thomas: „Ich habe angefangen, als mein Sohn sechs Jahre war, das heißt, ich mache das jetzt seit 15 Jahren. Ich hatte ein Jahr eine kurze Unterbrechung, aber ansonsten mache ich das jetzt seit 15 Jahren ehrenamtlich. Ich glaube, dass sich gar nicht so viel verändert hat, also zumindest nicht, was ich jetzt sportlich mache. Ansonsten glaube ich, hat sich verändert, dass es im Ehrenamt schwieriger geworden ist, Leute zu finden, die sich engagieren. Man hat immer wieder die gleichen Leute, die sich engagieren. Also ich stelle fest, dass die Leute, die im Beruf auch engagiert sind, da Verantwortung übernehmen und das dann auch im Privaten, in einem Ehrenamt machen. Bei den Kindern haben sich vielleicht die Kinder ein bisschen verändert. Klar, es sind ganz andere Voraussetzungen heutzutage, als sie es vor 15 Jahren waren, auch die Formulare sind schon etwas mehr geworden, z. B. auch speziell durch Corona und auch davor schon, was man alles ausfüllen muss. Der Papierkram ist vielleicht ein bisschen mehr geworden, aber eigentlich nichts, was sich jetzt speziell im Ehrenamt verändert hat. Es ist eigentlich die allgemeine Veränderung, wie man es sonst auch überall anders antrifft, in den Schulen, in der freien Wirtschaft oder sonst irgendwo. Diese Veränderungen schlagen sich auch natürlich überall auf das Ehrenamt durch, aber ansonsten nichts Spezielles, denke ich, aus meiner Sicht.“

Woraus ziehst du deine Motivation, eine so wichtige Aufgabe ohne Bezahlung zu leisten?

Christoph: „Fußball ist eine der schönsten Sportarten. Kindern und Jugendlichen den Spaß und die Kenntnisse dazu zu vermitteln, „Soziale Arbeit“ zu leisten und in einer starken Gemeinschaft als Verein zusammenzustehen. Wenn ein Spieler später etwas kann, was jetzt noch nicht funktioniert, weil er gezeigt bekommt, wie es besser geht, ist das doch ein schönes Ziel.“

Herzlichen Dank für euer soziales Engagement und die Beantwortung meiner Fragen!

https://www.bayern.de/sozialministerin-mueller-neue-zukunftsstiftung-ehrenamt-bayern-staerkt-das-ehrenamtliche-engagement-in-bayern-buergerschaftliches-engagement/ 1

https://www.stmi.bayern.de/sug/engagement/index.php

https://www.stmi.bayern.de/sug/ehrungen/sportundgesellschaft/index.php

https://www.bayern.de/sozialministerin-emilia-mueller-ehrenamt-und-buergerschaftliches-engagement-sind-der-kitt-unserer-gesellschaft-buergerschaftliches-engagement/

Einführung des G7 – Retter und Heilsbringer für zukünftige Generationen?

Eine Satire

Ferien sind nutzlos, die teilweise bis in den späten Nachmittag andauernden Schulstunden zu kurz, und auf das Vorbereiten für Klausuren, Tests oder tägliche Ausfragen haben die Schüler immer noch ausreichend Zeit. Somit stellt man sich doch die Frage, ob das gymnasiale System, welches aktuell je nach Bundesland in acht oder neun Schuljahre gegliedert ist, nicht baldmöglichst zu Gunsten der Jugendlichen einheitlich in sieben Jahre Gymnasialzeit, und somit eine noch effektivere Schulzeit reduziert werden sollte.

Speziell in den vergangenen Jahren kristallisierte sich immer wieder die Frage heraus, wie das Schulsystem weiter optimiert werden kann. Als im frühen 19. Jahrhundert die Regel von einem Abitur in Preußen, das 12 Schuljahre umfasste, eingeführt wurde, konnte man nicht ahnen, dass sich diese Regelungen während der Industrialisierung, der NS-Zeit und der Teilung Deutschlands in Osten und Westen in ganz Deutschland noch unzählige Male ändern würden.

Während aktuell aus Sicht der G8-Schüler ihre „Mitstreiter“ aus dem G9 am Nachmittag ihren Hobbies nachgehen oder sich mit Freunden treffen, können sie über ihre geringere Freizeit nur noch schmunzeln. Nach einer Studie unter der Leitung von Tübinger Bildungsforschern leiden G8 Schüler und besonders Schülerinnen sehr stark unter einem hohen Stressniveau, was sich sicherlich ausgesprochen förderlich auf ihren gesundheitlichen Zustand auswirkt, und als positiver Stress beschrieben werden kann. Es spricht eindeutig dafür, dass in puncto Lernanforderungen kein Bedarf an Veränderungen besteht und der Leistungsdruck noch nicht ausgereizt ist.

Wichtig zu betonen ist, dass das G8 aus ökonomischen Gründen eingeführt wurde. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Schüler sollte erhöht werden, um früher in den Arbeitsmarkt eintreten zu können und fehlende Positionen wieder rechtzeitig aufzufüllen. In der Realität hat die Einführung des G8 folgende „Verbesserung“ bewirkt:  In beiden Schulformen werden die gleichen Voraussetzungen vermittelt, um in die Arbeitswelt starten zu können. Doch lassen Abiturabsolventen des G8 sich erst etwas Zeit, bevor sie sich für ein (Hochschul)studium entscheiden und beginnen somit meist zeitgleich mit den Absolventen des G9 ihr Studium. Der Zeitvorsprung wird nicht wirklich im Sinne der Wirtschaft umgesetzt und hereingearbeitete Zeit sinnlos verschwendet.  

Unverständlicherweise wurden Stimmen einiger Eltern laut und forderten, man solle der ganzen „Turbo-Abiturlernerei“ und dem „Bulimielernstress“ ein Ende setzen, sodass der bayerische Kultusminister Piazolo – der im Übrigen erst der 4. Minister in Reihenfolge ist – der sich mit dieser Thematik auseinandersetzte, nur noch einen letzten Baustein zur Rückkehr zum G9 hinzufügte, sodass seit dem Schuljahr 2018 die Schüler wieder in schulischer Langeweile geknebelt werden und mindestens ein Jahr Lebenszeit vergeuden.  

Während in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen weiterhin das G8 besteht, arbeiten Bremen, Hamburg und Niedersachsen bereits mit dem G9. In Rheinland-Pfalz kann man nach insgesamt 12,5 Schuljahren sein Abitur machen. In Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg dagegen können die Schüler nach 12 oder 13 Jahren Abitur machen, sowie in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Saarland, wo das Abitur nach insgesamt 12 oder in anderen Schulformen 13 Jahren abgelegt werden kann. Dies nennt man das sogenannte Parallelsystem, darunter versteht man eine Wahlfreiheit zwischen G8 und G9, um besser auf die Bedürfnisse von Schüler/innen und deren Eltern eingehen zu können. Das macht wirklich Sinn!

Aufgrund der bundesweit unterschiedlichen Schulsysteme wäre es, wie die Vergangenheit deutlich gezeigt hat, einfach und schnell umsetzbar, eine bundesweit einheitliche Regelung zu finden.

Deshalb wäre es sinnvoll für eine deutschlandweite Verkürzung der Gymnasialzeit auf sieben Jahre zu plädieren (G7), um Meinungsverschiedenheiten zwischen den G8- und G9-Kritikern und Befürwortern mit einem ganz neuen Lösungsansatz beheben zu können. Die Schülerschaft wird es ihnen danken!

https://www.bpb.de/themen/medien-journalismus/netzdebatte/268195/vom-g8-zum-g9-und-zurueck/

https://www.bpb.de/themen/medien-journalismus/netzdebatte/268281/wir-duerfen-g8-nicht-aufgeben/

https://www.bpb.de/themen/medien-journalismus/netzdebatte/271938/g8-hat-klare-nachteile/

https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/g9saarland-101.html

https://kultusministerium.hessen.de/Schulsystem/Schulformen-und-Bildungsgaenge/Gymnasium/G8-und-G9

https://www.sueddeutsche.de/bayern/bayern-abitur-g9-kommentar-1.4953554

https://schulranzen-testberichte.de/was-bedeutet-g8-und-g9/

https://www.swr.de/wissen/g8-g9-verkuerztes-abitur-100.html